Hoheslied
Er küsse mich mit dem Kusse seines Mundes;
denn deine Liebe ist lieblicher als Wein.
Hoheslied 1,2



Das Hohelied der Liebe

Das Hohelied der Liebe Das "Hohelied der Liebe", das in der Bibel steht, ist nicht nur ein einzelnes Lied, sondern eigentlich ein ganzer Strauß von Liedern: Eine Art "Best of..." sozusagen - und zwar eine ausgewählte Sammlung von Liebes- und Brautliedern, die kein Thema vermissen lassen, das zur Liebe: Sehnsucht, Verlangen, die Sorge um das Aussehen, Bewunderung, Warten auf die erste Nacht der Nächte...

Die wunderschönen Texte, die oft kein Blatt vor den Mund nehmen, waren manchen kirchlichen Verantwortungsträgern etwas zu gewagt: Damit niemand auf falsche Gedanken kommen sollte, wurde das Ganze flugs als Lied auf die Kirche interpretiert - die zärtlichen Bilder wurden so in liebevoller Kleinstarbeit auf die Kirche übertragen, wobei die Texte manchmal allerdings ziemlich gegen den Strich gebürstet wurden.

Dass diese Sammlung von Liebes- und Brautliedern gerade unter dem Namen Salomos erscheint, ist sicher kein Zufall: Zum einen war er der Dichter schlechthin, und zum anderen hatte er auch ein gewisses Faible für schöne Frauen...

Tausendundeine Nacht

Salomos Frauen Ebenso legendär wie seine Weisheit und sein Reichtum waren die vielen Ehefrauen, die Salomo hatte: 1000 Frauen tummelten sich am Hof des Königs (300 davon waren "nur" Nebenfrauen...). Man kann sich darüber streiten, ob er mit diesem riesigen Harem alle anderen Könige seiner Zeit übertrumpfen wollte, oder ob er einfach keiner Frau widerstehen konnte - der Bibel zufolge hing Salomo an seinen Frauen mit Liebe. Die meisten Frauen dagegen hatten sicher wenig von ihrem Mann: Selbst wenn er jede Nacht eine von ihnen besuchte, dauerte es ja rein statitisch über drei Jahre, bis frau ihn mal wieder zu Gesicht bekam. Aber wie sagte Salomo als Prediger immer: "Alles hat seine Zeit..."

Zu viele Köchinnen...

Und jetzt ins Bett... ...verderben den Koch: So jedenfalls war es bei Salomo. Denn die vielen Frauen - oft auch nur Bestandteile einer Heiratspolitik, die herumgeschoben wurden wie Schachfiguren - hingen ganz unterschiedlichen Religionen und Kulten an. Obwohl Salomo selbst den Jerusalemer Tempel für Gott gebaut hatte, duldete er bei seinen Frauen Götzendienst und Aberglaube. Und nicht nur das: Er baute seinen Frauen zuliebe Opferhöhen für alle Arten von menschenverachtenden Kulten - und nahm selbst an den Zeremonien teil. Selbst der grausige Moloch, für den kleine Kinder als Opfer verbrannt wurden, durfte unter Salomo verehrt werden.

Im Buch der Könige ist das die eigentliche Ursache, weshalb das Reich Salomos über dessen Tod hinaus keinen Bestand hatte: Nur aus Gnade Salomos Vater David gegenüber bestrafte Gott Salomo für seine Abgötterei nicht schon zu Lebzeiten, sondern verschonte ihn und blieb dem Versprechen, das er ihm gegeben hatte, treu.



Wie viele Hauptfrauen besaß Salomo?






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