Prost - Mahlzeit. Essen und Trinken im Neuen Testament

Johannes der Täufer

Seine Speise aber waren Heuschrecken und wilder Honig.
Matthäus 3,4


Der Mensch ist, was er isst...

Essen kann Signale setzen. Wer Kaviar schlemmt und Champagner schlürft, zeigt damit, dass er sich das leisten kann. Andere verzichten bewusst auf Fleisch, weil sie es nicht in Ordnung finden, dass Tiere getötet werden.

HeuschreckenAber was für ein Zeichen kann es sein, wenn jemand sich Heuschrecken und wilden Honig auf den Teller lädt? Was wollte der Täufer damit zeigen? Bin ein süsser Typ, aber immer auf dem Sprung? Bin ein harter Naturbursche?

Der Wüsten-BigMac

Der Täufer beim EssenHeuschrecken und wilder Honig - was sich zunächst nach einer leicht verrückten Diät anhört, war für Wüstenbewohner damals ein normales Essen: In Olivenöl frittierte Heuschrecken schmecken in etwa wie Pommes (sagt man...). Zusammen mit Wildbienenhonig war beides das "Fast Food" der Nomaden.

Denn Johannes der Täufer lebte in der Wüste, östlich des Jordans. Hier lebte er, hier predigte er seinen Jüngern, und im Jordan taufte er die Menschen - auch Jesus.

Weniger ist mehr...

Wenn in den Evangelien steht, dass Johannes und seine Jünger besonders viel gefastet haben, dann liegt das also nicht daran, dass sie ihr Essen nicht gemocht hätten. Bei ihrem Fasten stand auch nicht der Verzicht im Vordergrund: weniger zu essen, sondern: mehr zu beten, sich bewusst Zeit für Gott zu nehmen, ohne sich durch Essen oder sonst etwas ablenken zu lassen.
 

   Mehr über den Täufer
   Honig in der Wüste?
 


Frage 1: Was bedeutet das Wort "Askese" ursprünglich?Heißer Tipp
 

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