Jakobs Weg

Die Verheißung an Abraham

Eine "Zu-Mutung"

AbrahamAbraham, der Großvater Jakobs, hatte von Gott ein großes Versprechen bekommen: "Gehe in ein Land, das ich dir zeigen werde, und ich will dich zu einem großen Volk machen." Das war freilich leichter gesagt als getan: In Zeiten, in denen es keine staatliche Rente gab, war die Familie für die Altersvorsorge ein und alles. Wer da die Koffer packte, zog ins Ungewisse. Und: Abrahams Frau Sara war unfruchtbar.

Woher wollte Abraham wissen, ob es Gott war, der ihm dieses Versprechen machte - und nicht sein eigenes Wunschdenken? Und wenn es wirklich Gott war - konnte Gott es wirklich gut mit ihm meinen, wenn er ihn dazu aufforderte, auf den Schutz der Verwandten zu verzichten und sich in eine ungewisse Zukunft zu stürzen?

Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

Abraham setzte alles auf eine Karte - und packte. Ohne zu wissen, was aus dieser Geschichte noch werden würde, vertraute er gegen alle Vernunft darauf, dass Gott mit ihm und seinen Nachkommen etwas besonderes vorhatte.

Die Geburt IsaaksEs war freilich ein harter Weg: Abrahams Frau Sara war schon so alt, dass sie eigentlich keine Kinder mehr bekommen konnte. Und mehr als einmal war Abraham der Verzweiflung nahe. Doch als sie beide es kaum noch glauben wollten, geschah das Wunder: Sara, die vom Alter her locker eine Großmutter hätte sein können, schenkte Isaak das Leben. Der Name "Isaak" spricht Bände darüber, was Abraham und Sara bei dieser Geburt empfanden: "Er wird lachen!"

So zahlreich wie die Sterne am Himmel

So zahlreich wie die Sterne am Himmel sollten seine Nachkommen sein, hat Gott Abraham versprochen. Abraham erlebte zu seinen Lebzeiten nicht mehr, wie sich die Verheißung erfüllte. Doch das Vertrauen, das er zu Gott gefasst hatte, setzte sich in seiner Familie fort: Gott war nicht nur der der Gott Abrahams, sondern wurde auch der Gott Isaaks und Jakobs.

Der Apostel Paulus hat viele Jahre später in seinen Briefen die Verheißung an Abraham so verstanden, dass nicht nur die leiblichen Nachkommen zu den Erben Abrahams gehören, sondern alle, die wie Abraham sich auf das Wagnis einlassen, ganz auf Gottes Zusagen zu vertrauen.